Sudan

 

2005 beendete ein Friedensabkommen den langjährigen Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden des Sudan. In einer sechsjährigen Übergangsphase sollten Versöhnung und Demokratisierung den Frieden festigen. Danach stimmten die Menschen im Süden über ihre Unabhängig ab - die überwältigende Mehrheit entschied im für einen eigenen Staat. Seit dem 9. Juli 2011 ist die Republik Südsudan unabhängig. Frieden ist seither nicht eingekehrt – im Gegenteil. In den im Norden gelegenen Regionen Süd-Kordofan, Abyei und Blue Nile tobt ein blutiger Bürgerkrieg, auch in Darfur wird weiter gekämpft. Aber auch im Südsudan eskaliert die Situation zunehmend. Die Menschen leiden weiter unter bitterer Armut, Kämpfe um Land, Wasser, Vieh und lokale Macht haben seit der Unabhängigkeit zu tausenden Toten geführt und zigtausende in die Flucht getrieben. Gegen die korrupte und zunehmend repressive südsudanesische Regierung haben sich neue Milizen formiert. Eine umfassende Analyse der Situation im Sudan findet sich in diesem Artikel aus den "Blättern für Internationale Politik".

 

Auf dieser Seite finden sich in chronologischer Reihenfolge Reden, Presseerklärungen und andere Texte von mir zum Thema Sudan.

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28.01.2014, Presseerklärung

Südsudan: Unterstützung für den unbewaffneten Schutz der Zivilbevölkerung

Bundestagsabgeordnete bitten um Unterstützung für unbewaffneten Schutz der Zivilbevölkerung im Südsudan

Unbemerkt von den großen Medien gab es während der jüngsten Kämpfe im Südsudan abertausende Fälle in denen die lokale Bevölkerung das Schlimmste verhindern konnte. Dinka schützten Nuer und Nuer schützten Dinka.

 

Das ist auch ein Erfolg von Organisationen wie der Nonviolent Peaceforce, die seit 2008 mit 100 Mitarbeitern landesweit lokale Schutz-Netzwerke aufgebaut und geschult hat, um lokale Konflikte schnell zu lösen und die Zivilbevölkerung schützen zu können.

 

Die Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE Jan van Aken und Kathrin Vogler unterstützen dieses Engagement gewaltfreier Konfliktbearbeitung und rufen daher zu Spenden für die Nonviolent Peaceforce auf. „Mich hat beeindruckt, dass die Friedenskräfte der Nonviolent Peaceforce aus dem Weihnachtsurlaub zurückkehrten, während die Bundeswehr Evakuierungsflüge organisierte.“ begründet Jan van Aken den Aufruf.

 

„Die Menschen in Deutschland haben erkannt, dass die Bundeswehr keinen Frieden schaffen kann und stehen ratlos vor den vielen Kämpfen in Afrika. Mit der Unterstützung für die Nonviolent Peaceforce helfen sie den Menschen im Südsudan ihre Konflikte selber zu lösen.“ meint Kathrin Vogler und ergänzt: „Nur wenn jetzt auch Frauen und unbewaffnete Gruppen an den Friedensverhandlungen teilnehmen und die bewaffneten Störenfriede nicht weiter aufgewertet werden, ist auch im Südsudan nachhaltiger Frieden möglich.“ 

 

Weitere Informationen und das Spendenkonto entnehmen Sie bitte diesem Aufruf.

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